Augen

Content Notes:

  • Augenverletzungen.
  • Schielen.
  • Blindheit.
  • Blut.
  • Ableismus.
  • Sanism.
  • Erwähnt: Zwei Figuren aus J. K. Rowlings Werken.
  • Erwähnt: Drogeneinfluss.
  • Erwähnt: Physische Gewalt.

Einleitung

Ich habe eigentlich mal einen Haufen Filme und Serien auf bestimmte Tropes im Zusammenhang mit Augen untersuchen gewollt, aber ich habe festgestellt, dass mir das schwer fällt. (Wenn andere möchten: Ihr könnt von mir gern eine Liste bekommen.) Stattdessen gebe ich hier mit ein paar Beispielen Anstoß, über Darstellung von verschiedenen Elementen über Augen in Filmen, Serien und Büchern nachzudenken und sich zu fragen, ob das immer so eine gute Idee ist, Metaphern so zu wählen. Die Beispiele sagen nichts darüber aus, ob es überwiegend so gehandhabt würde, oder ob die Tropes auch oft positiver vorkämen. Manche von ihnen sind alt und kommen bereits in verschiedener Mythologie vor. Es geht um Bedeutungen von

  • verletzten Augen,
  • roten Augen,
  • weißen, milchigen oder toten Augen,
  • Fantasie-Ersatzaugen, wie zum Beispiel Knopfaugen,
  • schwarzen Augen,
  • goldenen Augen,
  • schielenden Augen,

und was an häufiger zugeschriebenen Bedeutungen ableistisch oder sanistisch ist oder auch nur ansatzweise sein könnte. Es ist manchmal eine Gratwanderung und dieser Artikel erzählt euch zu den meisten Dingen nicht “sowas geht gar nicht”, sondern soll euch lediglich dazu anhalten, darüber zu reflektieren.

Augen sind nicht für alle Leute gleich wichtig

Noch einmal vorweg kurz zu mir: Ich bin sehbehindert und autistisch. Mir ist es an den Augen nicht anzusehen, dass ich eins von beiden bin, – glaube ich. Aber das Verhältnis, wieviel ich über andere Sinne als über Augen wahrnehme, ist gegenüber den meisten abled Menschen bei mir verschoben zu Gunsten anderer Sinne. (Das ist nicht zwangsläufig immer so bei autistischen oder sehbehinderten Menschen, aber in meinem Fall hängt es zusammen). Augenkontakt ist teils eine schwierige Sache. Ich kann euch im Normalfall nicht erzählen, ob das Gegenüber etwa besonders grüne Augen hatte. Und mein Blick wird des öfteren als starr und manchmal als leer empfunden (manchmal maske ich dagegen an, das heißt, ich versuche, bewusst durch die Gegend zu gucken, damit es anderen nicht unangenehm ist oder es zum Gesprächsthema wird.) Für mich entsteht beim Lesen von Geschichten über Augen oft ein Ausgeschlossenheitsgefühl. Sie sind für mich einfach nicht so zentral, wie die Texte das gefühlt voraussetzen. Es gibt eine Norm, zu der ich nicht gehöre, und andere Perspektiven gibt es gefühlt nicht. Ich finde gelegentlich unangenehm, dass ich mich da auf andere mit Normwahrnehmung einstellen soll, und oft Bereitschaft fehlt, meine Wahrnehmung als gleichwertig zu sehen.

Augen sind nicht für alle Leute gleich wichtig. Ich fände sehr spannend, mal ein Buch zu lesen, dass mir eher Münder zeigt. Und in diese so viele Emotionen hineinliest, wie sonst in Augen projiziert wird. Immerhin habe ich vielleicht mal eines gelesen, in dem in Stimmen und die Mimik darin viel gelesen wurde. Das war schön.

Verletzte Augen

Ich habe in Filmen schon häufig einen Fokus auf verletzte Augen bei Villains gesehen. Es läuft dann gegebenenfalls Blut aus einem Auge oder aus beiden, die Augen sind immer rot unterlaufen, tränen viel, sie sind deformiert oder um sie herum gibt es Narben. Beispiele wären einige der bösen Charaktere aus James Bond Filmen, einige Orks aus den Herr-der-Ringe- oder Hobbit-Verfilmungen, sowie Scar aus König der Löwen. Besonders im Zusammenhang mit Blut wird dann die Kamera in bestimmten Szenen immer gezielt darauf gerichtet. Mein Verdacht ist, dass damit Abwehrreaktionen, Ekel oder Horror ausgelöst werden sollen. Unabhängig davon ist es ein klassisches ableistisches Stilelement, den Villains auffällige Behinderungen zu geben, unabhängig davon, ob es die Augen betrifft oder eine andere sichtbare Behinderung ist. Wenn das ganze aber zusätzlich noch gemacht wird, um starke negative Emotionen wie Schockgefühle auszulösen, führt das gegebenenfalls zu einer Konditionierung: Es ist für viele Menschen schwierig, verletzte Augen anzuschauen, besonders, wenn die Verletzungen sehr nah am Augapfel oder sogar am Augapfel selbst sind, und für manche Menschen ist es sogar ein Trigger. So etwas kann durch das Stilmittel gegebenenfalls verstärkt oder manifestiert werden.

Erschreckt sich die Erzählperson vor der Verletzung (oder anderen Ungewöhnlichkeit des Auges), so kann es auch dazu kommen, dass Zuschauende von jener lernen, dass es etwas wäre, wovor wir uns erschrecken müssten (vgl. “Lernen am Modell”).

Natürlich kann ein achtsames Zeigen von Verletzungen bei manchen Menschen auch zu einem positiven Gewöhnungseffekt führen. Das aber wahrscheinlich eher, wenn die Verletzung nicht als Marker für “die Person ist böse” oder “es passiert etwas Böses” verwendet wird.

Rote Augen

Rote Augen, also welche mit roten Iriden, sind in vielen, vielen Geschichten ein Zeichen dafür, dass eine Person böse ist. Spontan fallen mir Voldemort aus Harry Potter ein, und die nicht “vegetarischen” Vampire aus Twilight. (“Vegetarisch” heißt hier, dass ein Vampir kein Menschenblut zu sich nimmt.)

Warum rot? Ich weiß es nicht sicher und weiß nicht einmal, ob die Leute, die es schreiben, das sicher wissen. Vielleicht einfach, weil rot eine Warnfarbe ist, auf die sich geeinigt wurde. Vielleicht, weil rot die Farbe von Blut ist, und der mehr oder minder unterbewusste Gedanke ein ähnlicher ist wie im vorherigen Absatz. Oder vielleicht auch manchmal oder ursprünglich (ich weiß es nicht), weil rote Augen unter Albinos (zum Beispiel Hasen) häufig vorkommen und jene oft geothert und auch oft antagonisiert werden. Und gerade im letzteren Zusammenhang ist es ein Trope, wo wieder eine marginalisierte Minderheit mit bösem Verhalten verknüpft wird, wenn auch gegebenenfalls über die eine Ecke Albinismus, womit rote Augen oft verknüpft werden.

Vielleicht ist das weit hergeholt. Es kann sein, dass rote Augen ein nicht so problematisches Stilmittel sind, wenn es nicht im Zusammenhang mit Albinismus passiert. Ich werfe nur Gedanken in den Raum. Und gehe später noch einmal auf die Verknüpfung zwischen Augen und Charakter, Krankheit oder Gesinnung im allgemeinen ein.

Weiße, milchige oder tote Augen

Komplett weiße Augen, also, Augen ohne Pupillen oder Iris, milchige Augen (oft wird “blind” synonym für “milchig” verwendet, also die Erzählperspektive redet von “blinden Augen”, aber es stellt sich wenig später raus, dass deren Blindheit aus der Milchigkeit der Augen geschlossen worden ist) oder als tot beschriebene Augen werden häufig beschrieben, wenn es um willenlose Wesen geht, also zum Beispiel Zombies, oder fremdgesteuerte Personen, besessene Personen, Personen, die nicht mehr ihre eigenen Entscheidungen fällen. In Sailor Moon etwa verschwinden die Pupillen, wenn einer Person sozusagen die Seele entzogen wird.

Warum wird das gemacht?

Zum einen, weil es wieder einen Schockmoment auslösen mag. Ich erinnere mich an Szenen, in denen sich eine Person einer anderen nähert, die sie von früher kannte oder so, und dann wird jener plötzlich in die Augen geschaut und sie sind zum Beispiel komplett weiß. Die weißäugige Person stellt sich kurz darauf als gefährlich und fremdgesteuert heraus. Wenn etwas mit Augen seltsam ist, schockt es Leute oft.

Zum anderen (und ich hasse es), weil mit Augen und ihrer “natürlichen” Bewegung der geistige Zustand einer Person verknüpft wird. Sind die Augen tot, ist es auch die Person dahinter. Sind die Augen leer, hat die Person keine Seele. Bewegen sich die Augen nicht, sagt es etwas über die verringerte Denkfähigkeit der Person aus.

Und diese Verknüpfung ist in mehrfacher Hinsicht ziemlich sanistisch. (Als Einstieg in das Thema Sanism schrieb ich in diesen Artikel.)

Es wird dabei eine Behinderung der Augen mit geistiger Gesundheit, mit kognitiven Fähigkeiten oder mit der Existenz einer Seele oder eines eigenen Charakters stark verknüpft. Das schadet auch realen Menschen, denn es mag in der Realität selten weiße Augen geben, aber sehr wohl oft Augen, die sich nicht viel bewegen oder die blind sind, – und wie gesagt, für einige Menschen ist “milchig” und “blind” synonym. Es ist tatsächlich so, dass vielen Menschen mit sichtbarer Augenbehinderung oft Dinge so erklärt werden, als hätten sie größere Verständnisprobleme. Behinderungen der Augen oder auch atypisches Verhalten von Augen werden oft mit kognitiven Fähigkeiten verknüpft.

Und gleichzeitig werden dabei geringere oder atypische kognitive Fähigkeiten als negativ geframet. Wie immer funktioniert eine Abwertung einer marginalisierten Gruppe als weniger intelligent nur deshalb als Abwertung, weil “geringere Intelligenz” (was auch immer das genau sein soll, aber Leute haben davon oft Vorstellungen) selbst abwertungswürdig erscheint. Das beschreibt ziemlich gut, was Sanism ist und wie es funktioniert.

Zusammengefasst: Es werden mit diesem Stilmittel also Personen mit einer Augenbehinderung als weniger zurechnungsfähig, weniger intelligent oder ähnliches gekennzeichnet, und auf diese Weise auch als weniger wert, sogar als weniger lebenswert, und außerdem als gefährlich, und alles davon ist schlimm.

Meine Behinderungen und auch die anderer Menschen sind nicht als Schockmittel oder als Kennzeichnung für weniger wertvolles Leben gedacht.

Fantasie-Ersatzaugen, wie zum Beispiel Knopfaugen

Über künstliche Ersatzaugen habe ich nicht ausreichend gelesen, um etwas generelles abzuleiten. Im Film Coraline geht es um eine Parallelwelt, in der eine antagonische Person den Kindern Knöpfe statt Augen einnähen möchte, wodurch sie für immer in der Welt gefangen bleiben. In Harry Potter hat Mad Eye Moody ein magisches Auge, das durch alles hindurchschauen kann und vielleicht sagt der Name “Mad Eye” schon einiges zum Thema aus. Generell verknüpfe ich mit der Beschreibung künstlicher Ersatzaugen, dass sie die Person mit Erzählperspektive unangenehm durchbohren, diese Art Augen machen oft Angst, und ich sehe auch gelegentlich eine Verbindung mit etwas Zwielichtigem oder Bösem. Und im Fall von Coraline wird auch wieder eine Veränderung der Augen damit verknüpft, weniger über sich selbst bestimmen zu können.

Schwarze Augen

Dämonen oder in irgendeiner Weise dunkle Wesen haben oft ganz schwarze Augen, einschließlich der Augäpfel. In der Realität gibt es Veränderungen der Augen, bei denen die Augäpfel stellenweise dunkler sind oder werden, zum Beispiel Muttermale. Es wird eventuell wieder als Schockelement verwendet. Aber auch wieder mit einer Verknüpfung der Seele, Mentalität oder Charaktereigenschaften, die sich dann an den Augen ablesen lässt. Außerdem wird die Farbe Schwarz wieder negativ oder zumindest zwielichtig geframet. Darüber könnte ich einen eigenen Blogartikel schreiben: Über die Verknüpfung von Licht mit gut und Dunkel mit schlecht, die für mich zum Beispiel, – mir tut Licht in den Augen weh oder strengt an –, sehr unpassend und teils anstrengend ist. Gegebenenfalls gibt es bei der Verknüpfung auch einen rassistischen Aspekt, aber dafür habe ich keine Expertise.

Ich habe bezüglich schwarzen Augen keine Ahnung, wie problematisch diese Kennzeichnung ist. Wiederum sind dies nur Ansätze zum Reflektieren. Wenn ihr ein Buch schreibt, in dem ihr dieses Stilmittel verwenden möchtet, fragt vielleicht am besten ein paar Leute mit mehr Hintergrundwissen zum Thema.

Goldene Augen

Goldene Augen habe ich in Geschichten meistens ein positives Zeichen erlebt, oft gerade das Gegenteil von zum Beispiel roten Augen. In Twilight haben die “vegetarischen” Vampire goldene Iriden. In diesem Sinne ist dieses Stilmittel eventuell positiver Ableismus. Gegenüber dem rot, das negativ ist, wird eine besonders schön und heile empfundene Farbe gold gewählt, um zu kennzeichnen, dass eine Person zu den Guten gehört. Ich wurde aber auch darüber informiert, dass goldene Augen ähnlich wie gelbe manchmal als Stilmittel zur Entmenschlichung genutzt würde.

Schielende Augen

Ein besonders mieser Sonderfall ist die Kennzeichnung eines Charakters durch schielende Augen. Sehr regelmäßig wird durch Schielen eine eingeschränkte kognitive Fähigkeit gekennzeichnet. Beispiele dafür sind die Robbe und Becky aus Finding Dori. Manchmal wird es getan, um einen Charakter besonders niedlich wirken zu lassen. Auch bei frisch geborenen Personen in Zeichentrickserien wird darauf häufig besonderer Fokus gelegt, meistens in Kombination mit einer Tollpatschigkeit. Neugeborene schielen (teils?) tatsächlich. Es muss dabei nicht immer das Stilmittel sein, je nachdem, in welcher Weise der Fokus darauf gelegt wird.

Aber auch Kindern wird oft eine noch nicht ausgebildete, also eingeschränkte Denkfähigkeit zugeschrieben, die Verknüpfung an Denkfähigkeit bleibt also auch im Zusammenhang mit dem Niedlichkeits-Framing bestehen. Häufig wird Schielen auch bei Charakteren vorübergehend gezeigt, um zu kennzeichnen, dass der Charakter durch Einfluss von Drogen, oder in Cartoons auch durch Hypnose oder, weil ein Charakter gegen den Kopf gehauen wurde oder weil der Charakter verliebt ist, nicht mehr klar denken kann.

Dieses Stigma ist sehr stark und unangenehm. Menschen, die schielen, werden oft für weniger schlau gehalten, bekommen viel ungefragte Aufmerksamkeit oder werden als irgendwie minderwertig abgewertet. Wenn in einer Geschichte über eine schielende Person erzählt wird, wird in den wenigsten Fällen auch irgendwie dargelegt, was es für eine Person überhaupt bedeutet, zu schielen, wie ein Alltag damit aussehen mag. Es kommt in der Realität häufiger vor, dass Menschen schielen, wird aber in Geschichten fast ausschließlich als Kennzeichnung für real im Normalfall damit unzusammenhängende negative Eigenschaften genutzt.

Es wird “schielen” öfter als Redewendung verwendet (“Jurin schielte zu ihnen hinüber”) als als Beschreibung einer Person, die durch ihr Schielen tatsächlich marginalisiert ist. Gegebenenfalls kann durch das Stigma betroffenen Menschen so eine Redewendung sogar unangenehm sein, weil das Wort allein schon so negativ aufgeladen ist.

Kennzeichnung über Augen allgemein

Generell wird häufig in Geschichten an Augen irgendeine Form von Eigenschaften geknüpft, darunter vor allem:

  • Hat die Person eine Seele?
  • Ist die Person gut oder böse?
  • Ist die Person gesund? (Wobei es dabei selten um die Gesundheit der Augen geht.)
  • Zu welchem Fantasy-Volk gehört die Person? (Vampire/Dämonen/und so weiter)
  • Ist die Person besessen oder steht unter dem Einfluss einer die Denkfähigkeit oder den eigenen Willen beeinflussenden Macht oder Substanz?
  • Hat die Person eine geistige Behinderung oder eingeschränkte oder atypische kognitive Fähigkeiten?

Es gibt sicher schädlichere und weniger schädliche Verknüpfungen. Vielleicht sind manche davon sogar je nach Umsetzung unproblematisch. Ich mag es, Schreibenden das Gedankenexperiment zu geben, die Kennzeichnungen mal umzudrehen: Was wäre, wenn in deiner Geschichte alle Personen rote Augen hätten, nur die Personen, die du normalerweise mit roten Augen belegen würdest, haben nun andersfarbige Augen? Wie fühlt sich das für dich an, und warum? (Ich möchte nicht ein bestimmtes Ergebnis hören, halte das einfach für eine interessante Aufgabe, um über sich selbst herauszufinden, was wir jeweils so damit verknüpfen.)

Ich halte Umdrehen in einer Umsetzung auch nicht unbedingt für eine Lösung. Im Gegenteil: Ich persönlich habe den Eindruck, dass die ganze Idee etwas Unangenehmes an sich hat, Menschen an den Augen eine Gesinnung oder einen Gesundheitszustand ablesen zu können. Wir haben eine herausstechende, meist negative Eigenschaft, die Personen in der Geschichte haben können, und um die sich der Plot dreht? Was bedeutet es, wenn wir sagen, dass wir das an den Augen ablesen können? Was impliziert das? Aus meiner Sicht verstärkt es die Vorstellung, dass Menschen Eigenschaften von den Augen abgelesen werden könnten. Augen sind vielen Menschen auch im realen Leben sehr wichtig. Wenn sich Augen nicht “richtig” verhalten, dann ist das sozusagen schlecht. Menschen wollen an Augen Dinge über den Charakter ablesen können – können sie aber nicht. Versuche können bis hin zu verletzend sein. Menschen, für die Augen eine andere Rolle spielen, oder deren Augen aus Mustern fallen, sind außenvor, werden bis hin zu gruselig empfunden.

Nicht für alle Menschen sind Augen so zentral. Es wäre für manche von uns angenehmer, wenn das Raum in Geschichten hat.

Fazit

Über die Farbe oder das Verhalten von Augen werden in Geschichten oft Zugehörigkeiten von Charakteren gekennzeichnet. In der jeweilig gewählten Kennzeichnung steckt oft, aber vielleicht nicht immer, Ableismus und Sanism. Häufig werden kognitive Eigenschaften an bestimmtes Verhalten oder bestimmte Eigenschaften von Augen geknüpft, sodass das entsprechende Verhalten oder die entsprechende Eigenschaft, und zeitgleich atypische kognitive Eigenschaften abgewertet werden.

Generell sind Eigenschaften von Augen vor allem in Fantasy oft von viel größerer Bedeutung als im realen Leben. Das erzeugt einen Fokus auf Augen, in dem manche Menschen weniger Raum haben – sei es, weil sie vielleicht selbst mit Augen nicht viel anfangen können oder weil sie von einem Albelismus im Zusammenhang mit Augen betroffen sind.

Es ist nicht unbedingt immer schlimm, manchmal aber auf jeden Fall, und aber es gibt viel zu reflektieren.

Weiterführende Quellen

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