Dating

Es wird Zeit, das Dating-Profil neu zu gestalten, denn ein paar Dinge haben sich geändert. Ich habe mich emotional weiterentwickelt und nun hoffentlich schon ansatzweise ein anderes Bindungsverhalten. Jedenfalls bin ich irgendwo entspannter, habe mehr Bauchgefühl oder bin konsequenter, dem zu vertrauen.

Wer bin ich?

Ich bin ein Fisch (ich mag das Meer, schwimme gern, fühle mich im Wasser oft wohler als an Land).

Ich nehme gern wahr, Landschaften, Wind, manchmal Menschen, oder was sich so verändert. Gefühle. Mein Hirn ist autistisch verdrahtet und die ganze Zeit kreativ. Es ist für mein Hirn leichter, ein Buch zu schreiben als eines zu lesen.

Ich bin links und kämpfe gegen Diskriminierung oder Ungerechtigkeiten generell, wenn ich sie wahrnehme. Ich gehöre nirgends dazu. Ich fände es schön, wenn es mal anders wäre, glaube ich, aber ich kann auch damit leben, solange ich nicht zu viel abkriege deswegen.

Ich habe eine eher krasse Auffassungsgabe und nicht viel, was mich aufhält, mir Dinge vorsichtshalber mal zuzutrauen. Das war und ist gelegentlich für mein Umfeld frustrierend, deshalb habe ich es lange versteckt. Nun versuche ich, natürlich damit umzugehen, und seitdem habe ich manchmal auch einfach Freude daran.

Ich mag Tee. Und Wolken. Und Wind. Und Regen. Und auch Sonne, aber manchmal ist sie mir zu grell. Ich mag es, bei einem Spaziergang der Natur ausgesetzt zu sein und durchgefroren nach Hause zu kommen, aber ich mag auch, bei einem Spaziergang gerade so keinen Sonnenbrand bekommen zu haben und das leichte Glühen auf der Haut.

Ich erzähle gern Geschichten und liebe Plot-Spaziergänge: Mit anderen zu spazieren und dabei über Schreib-/Kreativ-Ideen zu brainstormen.

Ich möchte mit Zug und Schiff durch die Gegend reisen und mehr Landschaft erleben.

Ich bin verletzlich. Und direkt in meiner Ausdrucksweise. Und übe mich darin, keine Beziehungen mehr zu führen, die mir nicht guttun.

Ich liebe und atme Musik. Musik ist meine Trauma-Sprache, etwas sehr persönliches und sehr wichtig für mich.

Meine sozialen Batterien sind nicht die besten. Ich bin eigentlich gern mal auf einer Veranstaltung, aber bin danach auch potenziell für zwei Wochen erledigt.

Ich sage Leuten gern, dass ich sie mag. Ich motiviere gern dabei, dass Leute Dinge tun, die sie gern möchten, oder sich an etwas wagen. Ich freue mich gerne mit. Ich verwöhne von Zeit zu Zeit gern und werde gern verwöhnt.

Wir sind plural, aber dazu später ein wenig mehr.

Das Foto zeigt mich, wie ich auf dem Rücken auf großen Steinen liege. Ich habe eine hellgrüne Hose an, eine gelbe lange Jacke, dunkelblondes Haar, die Augen geschlossen, ein Fast-Lächeln im Gesicht, hell-fastrosa Haut und eine Brille.

Was suche ich?

In erster Linie suche ich eine lesbische Beziehung (tendentiell Kategorie romantisch aber was das heißt, dazu später) mit einer Person, mit der ich viel Zeit verbringen möchte und mit der ich mich in dieser Zeit wohlfühle. Mit viel Zeit meine ich schon, dass man sich öfter als so alle 8 Wochen oder so sieht. Ich suche nach einer Beziehung, die meinen Alltag mitbestimmt. (Dazu wäre praktisch, wenn die Person nah genug an Kiel oder gar in Kiel wohnt. Ich wäre, wenn es sich wirklich gut anfühlt, potenziell auch bereit, umzuziehen, aber ich brauche klimatisch den Norden und große Städte wie Hamburg funktionieren für mich autismusbedingt nicht.)

Zeit verbringen mit:

Die Zeit würde ich dann gern gemeinsam verbringen mit:

  • Wandern. In der Umgebung, aber auch an Orte reisen (nicht allzu weit: nicht fliegen), dort wandern und Landschaften ansehen. Das gibt mir unbeschreiblich viel, und das besonders zu mehrt, und da hätte ich die Person, mit der ich mein Leben großteils mit teilen möchte, gern bei. Das können Reisen/Wanderungen zu zweit sein oder zu ein paar mehrt. Wanderfahrten mit Rudern oder Paddeln sind alternativ oder zusätzlich auch fein.
  • Kuscheln. Ich fände schön, sich gegenseitig im Arm zu haben und kleine Zärtlichkeiten auszutauschen.
  • Kreativer Austausch. Ich glaube, bei einer Beziehung mit einer Person, die mit Kreativität wenig anfangen kann, würde mir etwas Entscheidendes fehlen. Ich habe ein paar Freundschaften, in denen ich vor allem über meine Geschichten rede und sich durch Feedback etwas entwickelt. Das hat mich zum Beispiel erfüllt. Aber wenn es gegenseitig ist, umso besser.
  • Für Zeit in Ruhe. Mir ist wichtig, dass es nicht immer bloß aktiv ist. Ich fände gemeinsam in Ruhe Tee trinken, einen Film gucken oder gemeinsam anders ausruhen gut.
  • Tiefe Gespräche darüber, was uns bewegt, in denen wir uns emotional weiterentwickeln oder fühlen können.

Kompatibilität

Moralkompass am linken Fleck

Neben den Tätigkeiten, die wir zusammen machen mögen würden, ist aber auch relevant, ob wir … ethisch kompatibel sind? Das ist irgendwie weird oder technisch formuliert, glaube ich.

Ich habe jedenfalls einen sehr starken Moralkompass.

Darauf steht als einer der wichtigsten Aspekte, denke ich, drauf, dass ich es fürchterlich finde, wenn einfach irgendwelche Leute irgendwofür abgewertet werden, wo es eigentlich keinen Grund für gibt. Ich mag diese Dynamik nicht, wo sich Leute zusammenfinden und dann irgendwas Schlechtes über dritte reden, ohne die Welt dabei zu hinterfragen. Sei es, wie Eltern ihre Kinder nennen, Leute mit Socken in Sandalen, ob Leute grüßen oder nicht, ob die Kleidung zu eng ist oder die Person irgendwie erst heute gelernt hat, wie Hygiene funktioniert.

Ansonsten finde ich wichtig, wenn Ressourcen übrig sind, sich um Probleme wie zum Beispiel Diskriminierung, Ungerechtigkeit in der Welt, Tierwohl und Anti-Faschismus im Allgemeinen zu kümmern, aber Ressourcen sind besonders bei vielen behinderten oder mehrfachmarginalisierten Menschen knapp und ich finde auch wichtig, sanft mit sich zu sein. Aber mir ist schon wichtig in einer Beziehung, da nicht auf Unverständnis oder eine Egal-Haltung zu treffen.

Autismus

Mein stärkstes Autismus-Symptom ist, denke ich: Ich habe starke Probleme damit, Subtext zu verstehen. Damit meine ich nicht die Ironie, die funktioniert, indem genau das Gegenteil des Gemeinten gesagt wird – das mache ich sogar selbst (und sage es dazu). Sondern so alles, was subtiler oder komplexer ist? In etwa.

Ich bräuchte in einer Beziehung, dass darauf eingegangen wird. Potenziell eine Person, die ebenfalls auf dem Autismus-Spektrum ist oder Erfahrung damit hat oder aus anderen Gründen einfach eh diese direktere Art der Kommunikation besser versteht und nutzt.

Ich räume nicht so gern ständig auf, wenn in meine Worte irgendein Subtext gelesen wurde, der da nicht gemeint war. Das hatte ich in manchen Freundschaften. In einer Lebensbeziehung wäre gut, wenn das nicht nötig ist.

Und andere Neurodivergenzen

Ich bin allerdings nicht nur autistisch, sondern auch komplex traumatisiert und dadurch bedingt plural. Wenn dir das nichts sagt, nicht schlimm, erklär ich kurz: In meiner Kindheit habe ich lang anhaltendes Trauma erlebt, das heutzutage immer noch viele Symptome verursacht. Ich bin deshalb auf einem langen Weg durch eine Menge Therapie, aber es geht leider langsam voran.

Zu den Symptomen gehören vor allem Dissoziation und Bindungsprobleme. Dissoziation bedeutet im Wesentlichen, dass in der Wahrnehmung irgendwas getrennt/abgespalten wird. Zum Beispiel kann man die Umgebung einfach komplett ausblenden, das wäre eine Dissoziation. Viele traumatisierte Menschen nehmen bei einer Dissoziation überhaupt nichts mehr wahr und wirken wie abwesend. Das habe ich seltener.

Dissoziationen können sogar für die meisten Menschen im Alltag recht üblich sein, wie, nicht mitkriegen, was auf dem Weg zur Arbeit war. Aber in stärkeren Dimensionen ist es meist ein funktionaler Schutzmechanismus bei zum Beispiel Trauma, der sich aber übers traumatische Leben hinweg hält und den Alltag erschwert.

Die klassischen Dissoziationen, die ich habe, sind:

  • Ich fühle Schmerz oder meinen Körper nicht. Besonders in sexuellen Kontexten nehme ich plötzlich Dinge nicht mehr wahr und kann mich potenziell hinterher nicht mehr dran erinnern. (Daher steht Sex hier erstmal nicht in der Liste der Dinge, die ich suche, obwohl da potenziell Interesse wäre, aber … ohne ist es auch sehr fein, und ist aktuell vielleicht eher schwierig.)
  • Emotionen. Ich kann in stressigen Situationen meine Emotionen quasi einfach ausstellen, und oft steuere ich das nicht einmal. Ich dachte früher, das hieße einfach nur, dass ich etwa komplett sachlich und offen über meine Traumata reden kann, ohne irgendwas dazu zu fühlen, aber während das auch anteilig wahr sein mag, geht es darüber hinaus: Wir haben zum Überleben des traumatischen Alltags Personen voneinander abgespalten entwickelt, und diese erinnern sich zwar inhaltlich grob an das, was die jeweils anderen getan haben, aber die emotionale Erinnerung fehlt. Das heißt, dass potenziell eine Person von uns sachlich vom Trauma erzählen kann, ohne was zu fühlen, und die andere da aber viele Gefühle zu hätte und nicht mit Leuten darüber reden kann.

Und mehrere Personen zu sein nennt sich Plural-Sein/Viele-Sein/System. Wir nennen uns ein System, oder plural, und die Anteile von uns nennen wir Personen. (Das halten Systeme verschieden.)

Ich schrieb bis hier von “ich”, weil es sich richtig angefühlt hat. Und ich denke, das liegt nicht daran, dass ich nur aus meiner Sicht schreibe, sondern ich schreibe aus jener Sicht von uns, die homogen ist (Notiz später von Jurin: Passt, aber fühlt sich schon fremd an). Wir unterscheiden uns nicht in allem, aber schon irgendwie so, dass Freundys im Umfeld uns unterscheiden und benennen lernen.

Ich schreibe das in diesem Profil so offen, weil ich Leute im Umfeld hatte, denen das zu viel war. Und während niemand von uns im System erwartet, dass jemand alle Namen lernt oder alle von uns wiedererkennt oder etwas in der Art (ich habe enge Freundschaften, die das wenig tun), ist es schon wichtig, denke ich, dass

  • du nicht leugnest, dass das echt ist und existiert.
  • du damit in irgendeiner Form interagierst und nicht versuchst zu übergehen, dass es da ist.
  • du die Kapazitäten in deinem Leben hast, mit einem Wesen zu interagieren, das mehrere Personen im Hirn hat.
  • reden über Trauma in der Beziehung nicht ausgespart bleibt. Damit meine ich nicht, dass du mein Trauma heilen sollst, das hielte ich für Unfug. Und auch nicht, dass es die ganze Zeit Thema sein wird. Sondern dass es nicht verschwiegen werden muss und manchmal, auch emotional, darüber geredet und geweint wird. (Und das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit, was auch immer du für Belastendes erlebt hast.)

Was funktioniert für mich nicht?

1.

Wobei, es gibt Ausnahmen, was für mich leider nicht funktioniert, ohne es zu bewerten.

Für mich ist Alkohol ein Trauma-Trigger. Wenn du eine Abhängigkeit oder ähnliches hast und das eins deiner wesentlich belastenden Probleme ist, passen wir leider nicht.

Wir passen auch nicht zusammen, wenn du nicht überall, wo ich dabei bin, auf Alkohol ohne Einschränkung verzichten kannst. Auch in Gegenwart nicht-nüchterner Menschen zu sein (mehr als oberflächlich) geht für mich leider nicht klar.

Wenn du schlechte Erfahrungen im Zusammenhang mit Alkohol gemacht hast, dann geht darüber reden für mich allermeistens gut, aber an manchen Tagen nicht.

2.

Wir suchen eine lesbische Beziehung – was nicht heißt, nur Frauen. Dabei ist vor allem wichtig, dass es eine Beziehung zu einer Person wird, die auf unserer Seite des Sexismus ist/war, sozusagen. (Das ist nicht so ganz leicht auszudrücken.) Es geht dabei um ein bestimmtes Sicherheitsgefühl, was viele von uns einfach nicht entwickeln mit zum Beispiel überwiegend privilegierten Männern, die diese Seite nicht kennen. Selbst bei einer wirklich innigen Freundschaft von uns besteht da so eine Schutzmauer in uns, die nicht weggeht, weil bestimmtes Erleben für die Person einfach unbekannt ist.

Es geht aber auch darum, dass mindestens eine Person von uns eine umgekehrte sexuelle/kuschel/romantische Orientierung hat als bei Menschen mit unserem agab üblich, weshalb sie sich lesbisch nennt. Also ist es auch deshalb für die Beziehung wichtig.

(Hier in “wir”-Form geschrieben, weil wir in diesen Punkten nicht homogen gepolt sind.)

3.

Für mich ist es schwierig, wenn sich für die andere Person zu schnell starkes Bindungsgefühl aufbaut. Ich bin bindungstestört – das ist eine der neueren Erkenntnisse, für die wir ein neues Profil aufsetzen. Ich habe große Schwierigkeiten damit, zu vertrauen und einer anderen Person meine nicht kontrolliert regulierten Emotionen zu offenbaren. Und wenn es dann die ersten Male passiert, hatte ich zuletzt danach wochenlang mit Panik und Fluchtinstinkten zu kämpfen.

Dagegen passiert es oft umgekehrt sehr schnell: Leute fühlen sich häufig schnell sicher bei mir und lassen los und sehr viel raus. Ich denke, das liegt daran, dass ich mir nicht schnell Urteile bilde und Leute sein lasse?

Ich mag es im Prinzip, als so sicher empfunden zu werden, aber dabei passiert es häufig, dass ich plötzlich – und vor allem zu schnell! – eine sehr wichtige Rolle im Leben der anderen Person spiele, und das ist für mich ein NoGo. Ich möchte keine Rollen mehr spielen, die sich für mich (noch) nicht gut anfühlen. Für mich ist wichtig, dass die andere Person darauf Acht gibt, wo ich gerade schon hinkann und welche Rolle ich bereits spielen mag (was auch gern gegenseitig ist!), sodass es langsam wächst.

4.

Ich bin polyamor. Es liegt mir eher fern, eine Beziehung zu führen, bei der irgendein einzelner Aspekt wie Sexuelles oder Tanzen gehen oder als Partnery irgendwohin mitnehmen eine exklusive Sache in der Beziehung ist. Ich kann mir vorstellen, dass ich keine Kapazitäten für zwei intensive Alltagsbeziehungen parallel habe, aber ausschließen möchte ich das eigentlich nicht. (In sehr besonderen Fällen wäre ich aber vielleicht in diesem ganzen Punkt kompromissbereit.)

5.

Kein Ausschlusskriterium, aber etwas, was mich in nahen Beziehungen sehr stresst: Wenn meine Freundschaft/Beziehungsperson ein heftiges Problem hat (zum Beispiel ein psychisches, wie eine Phobie, die den Alltag bestimmt), aber da nichts gegen tun möchte. Ich komme gut damit zurecht, wenn es einfach noch nicht dran ist, weil es gerade zu viel ist, aber mir fällt der Umgang sehr schwer, zuzusehen, wie das da ist, und die Person entscheidet einfach, dass das jetzt halt für immer so bleibt.

Was für eine Form von Bindung?

Ich suche aber durchaus schon eine Beziehung mit einer Form von Bindung, wo ich allmählich lernen kann, mich darauf zu verlassen, dass sie da ist. Da ist immer noch etwas scary zu schreiben – was erwarte ich?

Aber ich habe eine Freundschaft, bei der ich das weiß, dass sie ziemlich sicher einfach bleibt, und wo ich mich mit meinem Emotionsapparat darauf einlasse. Und das ist sehr schön. So ein Fallenlassen möchte ich auch in meiner Lebensbeziehung lernen.

Aber ich möchte etwas mehr, als üblicherweise in einer Freundschaft passiert. Ich möchte auch Beziehung über Körperkontakt, und ich möchte viel Alltag und Gewohnheit miteinander. Das klingt für manche vielleicht bereits danach, dass es romantisch ist? Ich weiß es nicht genau. Ich habe üblicherweise keine Verliebtheitsgefühle. Und ich habe viele Leute interviewt, was für sie Romantik bedeutet, und da keine klare Ableitung entwickeln können, wie sehr ich nun romantisch/aromantisch bin oder nicht. Gray auf dem Spektrum, I guess?

Ich hätte gern quasi sowas wie eine wirklich gute Freundschaft, aber eine, mit der ich besonders viel gemeinsam mache, und bei der Kuscheln oder im Arm liegen oder im Arm haben und sowas schon ein üblicher Teil der Beziehung ist.

Ich nenne es nicht queerplatonisch, weil platonisch für mich keine Voraussetzung ist, obwohl es vielleicht im Moment besser wäre.

Wir werden im System sicherlich verschiedene Bindungen zu dieser Person entwickeln. Und es ist sicher auch relevant, dass wir Kinder und Jugendliche im System haben, für die uns auch wichtig ist, dass sie sich wohlfühlen und Raum haben.

Was mag ich in Beziehungen

Mir ist aufgefallen, dass ich vor allem viel geschrieben habe, was für mich nicht funktioniert, aber wenig, was für mich bisher gut funktioniert. Ich denke, das liegt u. a. daran, dass ich offen für eine Menge sein mag, für Neues, für etwas, was ich noch nicht kenne, also eher ein paar Dinge ausschließe, aber nichts festlege.

Aber exemplarisch, was mir bisher in Freundschaften gut gefallen hat und wovon ich mehr in meinem Leben gebrauchen kann:

  • Ansteckender Übermut/Lebensfreude/Begeisterung irgendwo dran. Das heißt nicht, dass das dauernd da ist, aber ich mag diese Outbursts – und ich habe sie auch. Ich glaube, Freundschaften, die ich besonders anziehend finde, haben alle manchmal sowas.
  • Albernheitsphasen, in denen wir irgendeinen Quatsch reden. Wortspiele.
  • Randomness. Über irgendein Thema reden, was gerade mit nichts zu tun hat, oder einfach mal einen anderen Weg nehmen, weil, ja, der ist da halt.
  • Philosophaseln. Grob bin ich in vielen Meinungen gefestigt und ich habe nicht unbedingt viel Spaß am Austausch auf der Ebene, aber tue ihn trotzdem, weil er gute Grundlagen schafft. Aber wenn wir durch diesen Teil durch sind und nicht mehr an der Oberfläche kratzen, sondern irgendwo im Detail überlegen, dann erfüllt mich das in Beziehungen oft.
  • Gemeinsam nebenher an Projekten arbeiten, wie an Geschichten oder an Bildern oder sonst etwas in der Richtung. Ich mag darauffolgend oder währenddessen, je nachdem, dann gern den weiter oben öfter erwähnten Aspekt des Austauschs darüber. Ich liebe es auch, Projekte anderer zu bewundern. Dabei müssen sie nicht nach irgendeinem Maß gut sein oder so, sondern es geht mir mehr um die Bedeutung.
  • Aber am Ende mag ich auch einfach gern in Gegenwart einer Person herum-sein, bei der ich mich wohlfühle, was selten genug einfach gegeben ist.

Andere Beziehungen

Wenn du auf Basis dieses Profils denkst, eine Freundschaft in weniger innig wäre nett, melde dich auch gern. Ich habe (vor allem vor Ort, aber auch anderswo) auch noch Bedarf an einfach schönen Kontakten.

Das Foto zeigt mich von hinten am Strand. Der Strand ist fast leer. Ich trage eine Badehose mit Quallen drauf und eine Hoodie-Jacke mit einem Easterhack-Aufdruck. Die Beine sind bis Mitte Oberschenkel nackt, die HAltung ist gerade, in der rechten Hand baumelt ein kleines, grünes Handtuch. Die Haare sind in einem Knoten zusammengebunden, aber einige sind lose.